Intel NUC DC3217IYE Hackintosh mit Mavericks 10.9.2

Erstellt von Matthias am 14. April 2014 in Hardware, Mac, OS X, Tipps&Tricks

Die Idee, einen günstigen Hackintosh mit Komponenten von der Stange zu bauen, fand ich schon länger sehr verlockend. Zum einen kostet bereits ein Mac Mini ohne Monitor und Peripherie über 600€. Zum anderen reizt mich alleine schon der Gedanke, Mavericks auf einem gewöhnlichen PC zum Laufen zu bringen, ungemein.

Die Hardware und die Kosten

Intel NUCInspiriert durch einige Foreneinträge auf tonymacx86.com bin ich auf den Mini PC Intel NUC DC3217IYE aufmerksam geworden. Dieser mit einem 1,8GHz i3 Prozessor ausgestattete Rechner kostet ohne SSD und Speicher etwa 230€. Durch Zufall konnte ich ein gebrauchtes Exemplar auf eBay inklusive 128GB SSD von Sandisk und 4GB Speicher für rund 270€ erstehen. Für weitere 40€ rüstete ich den Speicher auf 8GB auf und 10€ kostete mich eine WLAN/Bluetooth Mini PCI Karte (Dell AR9285). Leider konnte ich mit Mavericks den Bluetooth-Teil dieser Karte nicht zuverlässig zum Laufen bringen, weshalb ich nochmals 10€ in einen Bluetooth-Dongle von GMYLE investieren musste. Insgesamt kam ich so auf Kosten von 330€.

Mavericks Installation mit UniBeast und MultiBeast

tonymacx86Für die Installation verwendete ich zunächst UniBeast, um mir damit auf meinem Mac einen USB-Stick (mind. 8GB) für die Installation zu erzeugen. Auf den Stick kann man auch gleich MultiBeast kopieren, da man dieses Tool nach dem ersten Booten zum Installieren des Bootloaders und weiterer Treiber benötigt. Die gesamte Prozedur ist sehr ausführlich in diesem Guide bei tonymacx86.de beschrieben. Bei der Nach-Installation mit Multibeast setzte ich die Häkchen bei AppleIntelIE1000e, Patched AppleIntelCPUPowerManagement, FakeSMC und dem Chimera Bootloader. Und da der NUC mit einer SSD läuft, installierte ich auch noch den “Trim Enabler”. Wie im Forum bei tonymacx86 beschrieben kopierte ich außerdem diese DSDT.aml und diese org.chameleon.Boot.plist nach /Extra (das Verzeichnis kann einfach angelegt werden, wenn es nicht existiert). Die für diesen NUC spezifische DSDT beschreibt diverse Systemeigenschaften, welche insbesondere für das ACPI Powermanagement wichtig sind. Die Boot.plist definiert die Bootparameter für den Chimera Bootloader.

Überraschendes Update und kleinere Probleme

Nach dem Reboot war ich zunächst erstaunt wie reibungslos das Ganze funktionierte. Vor allem die Geschwindigkeit, mit der das System in nur wenigen Sekunden hochfährt, sind bemerkenswert. Anschließend richtete ich einen Benutzer ein und verknüpfte meinen iCloud Account mit dem neuen System, was ohne Probleme funktionierte. Was mich dann aber überraschte war folgendes: Ich hatte unbewusst Mavericks 10.9 anstatt 10.9.2 auf den Stick kopiert, weshalb der AppStore nach dem ersten Start das Update auf 10.9.2 installieren wollte. Ich ließ es darauf ankommen und führte das Update durch. Zu meiner Überraschung verlief die Aktualisierung reibungslos. Grundsätzlich sollte man solche Updates aber mit Vorsicht genießen. Wobei man bei Problemen immer mit dem Unibeast USB-Stick booten und mit Multibeast überschriebene Bootloader oder Treiber wiederherstellen kann.
Ein weiteres Problem war die WLAN-Karte, welche nicht direkt unterstützt wurde. Nach Langem Suchen und Ausprobieren habe ich den ToleadaARP.kext installiert. Damit funktioniert das WLAN perfekt. Allerdings trifft das auf den Bluetooth Teil nicht zu. Hier bleibt die Magic Maus immer wieder hängen, weshalb ich auf den oben genannten USB-Dongle ausgewichen bin. Dieser Dongle wird von Mavericks direkt unterstützt und benötigt keine zusätzlichen Treiber.

Fazit

NucDie ganze Prozedur ist sicherlich nichts für Einsteiger. Das Ergebnis ist kein richtiger Mac sondern eben “nur” ein Hackintosh mit gewissen Einschränkungen. Bei Problemen hilft hier kein Support. Lösungen muss man sich mühselig in diversen Foren selbst zusammen suchen.
Wen das nicht stört, der kann sich für “kleines” Geld einen wirklich netten Rechner zusammenbauen. Mir hat es jedenfalls Spass gemacht. Und in Verbindung mit einem 24″ TFT-Monitor, einer Apple Magic Mouse und der drahtlosen Bluetooth Tastatur macht das ganze System durchaus eine gute Figur. Oder etwa nicht?


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MacLandau Treffen März 2014

Erstellt von Matthias am 26. März 2014 in Treffen

Zu unserem letzten Treffen fanden sich wieder etliche Mac- und iPhone-Fans im Raum Landau ein, um mit uns über die aktuellsten Entwicklungen aus der Apple Welt zu sprechen. Als erstes Thema zeigte uns Darren einige Neuerungen in der aktuellen iTunes Version. Dabei ging es insbesondere um iTunes-Match und die Freigabe von Mediatheken im heimischen Netz. Zur Frage, wie man Hörbücher optimal in iTunes importiert, möchte ich hier noch den Link zu Audiobook Binder nachreichen.
NucDas zweite Thema des Abends war die Vorstellung meines Hackintoshs auf Basis eines Intel NUC. Der Rechner läuft ohne Einschränkungen unter Mavericks 10.9.2 und hat in Summe mit 24″-Monitor und drahloser Apple Tastatur und Maus etwa 600€ gekostet und liegt damit deutlich unter einem neuen iMac. Zu den Details, wie die Installation genau funktioniert und welche Teile ich verwendete habe, wird es in den nächsten Tagen noch einen eigenen Artikel geben.
 
Zum Abschluss ging Darren noch auf die Unterschiede zwischen iPhoto und Aperture ein. Das kostenlose Fotoprogramm iPhoto, welches bei jedem Mac vorinstalliert ist, richtet sich in erster Linie an alle Hobby- und Gelegenheitsfotografen. Alle Einstellungen und Bearbeitungsfunktionen sind einfach und intuitiv strukturiert und verstecken komplizierte Details. Dagegen eignet sich das knapp 70€ teure Aperture eher für Profis und ambitionierte Hobby-Fotografen. Gerade bei den Bearbeitungsfunktionen und Filtern bieten sich dem Anwender hier wesentlich tiefer greifende Möglichkeiten.

Hier noch die Links zu den am Ende des Abends vorgestellten Apps:

Ihr habt noch Fragen oder Anregungen zu unseren Treffen? Dann schreibt uns eine Mail oder nutzt die Kommentarfunktion zu diesem Artikel.

Unser nächstes Treffen findet am 29.4.2014 statt. Wie immer ab 20Uhr im Raum Landau.

 

MacLandau Treffen Februar 2014

Erstellt von Matthias am 28. Februar 2014 in Apps, Treffen

Nach dem Verkauf von WhatsApp an Facebook ging es bei unserem Treffen im Februar um mögliche Chat-Alternativen für das iPhone. Gleich zwei interessante Apps erfreuen sich derzeit zahlreicher Downloads. Die Top Ten der Bezahl-Apps führt Threema an, während Telegram auf Platz eins der Gratis-Apps liegt. Wir haben die Programme vorgestellt und verglichen. Hier nochmal unsere Vergleichstabelle:

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VerbogenesMacbookEin weiteres Highlight des letzten Treffens war Darrens Sammlung der Mac-Reparaturen und Upgrades des letzten Jahres. Darunter waren auch einige spezielle Reparaturen, wie z.B. das verbogene Macbook (wie das wohl passiert ist) oder das Macbook mit Rotwein/Whisky im Gehäuse. Ganz egal was mit euren Macs passiert, ihr könnt euch mit euren Problemen gerne an uns wenden!
 
 
 
Zuletzt hatten wir wieder einige interessante Apps für euch. Hier die Links:

Unser nächstes Treffen findet am 25.3 statt.

 

Telegram Messenger
Eine WhatsApp Alternative

Erstellt von Matthias am 22. Februar 2014 in Apps, iPhone, Mac

WhatsApp steht bereits länger in der Kritik, es mit der Sicherheit nicht ganz so genau zu nehmen. Zuletzt berichteten wir im Herbst 2012 von einer kritischen Sicherheitslücke. Unser Vertrauen in WhatsApp ist mit der Übernahme durch Facebook für stolze 16 Milliarden Euro (!) nicht gerade gestiegen. Zeit sich mal wieder nach Alternativen umzuschauen.
t_logoBei einem unserer Treffen hatten wir bereits Threema gezeigt. Diesmal fällt unser Blick auf den freien Messenger Telegram. Von der Funktionalität steht dieser WhatsApp in nichts nach. Die Oberfläche ähnelt sogar stark dem Vorbild. Neben den üblichen Funktionen, wie Gruppenchats und der Möglichkeit, Bilder und den eigenen Standort zu verschicken, bietet Telegram noch eine Reihe von zusätzlichen Features. So können optional alle Chats auch verschlüsselt gestartet werden. Außerdem sieht man auch bei Gruppenchats, wer aktuell online ist und gerade eine Nachricht tippt.
Während WhatsApp auf das Smartphone beschränkt ist, verfügt Telegram über eine offene Schnittstelle und somit sind Apps für alle möglichen Systeme erhältlich. So gibt es bereits Programme für Windows, Mac und Linux. Auf einer eigenen Seite listen die Telegram-Macher weitere Portierungen sowie Bibliotheken für interessierte Entwickler auf.
Wir haben Telegram nun bereits einige Tage getestet und sind bisher mit dieser Messenger Alternative sehr zufrieden. Insbesondere die Möglichkeit, direkt auf dem Desktop zu chatten und auch die Verschlüsselungsfunktion überzeugen.
Wenn ihr Telegram in Aktion sehen wollt, schaut doch einfach bei unserem nächsten Treffen am Dienstag den 25.2.2014 vorbei. Dort werden wir noch mal ausführlich das Thema WhatsApp und seine Alternativen diskutieren.

 
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